SPD Blankenburg-Heinersdorf

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Pankower Begegnungen am 06.03.2025

Veröffentlicht am 28.02.2025 in Integration

Deutschland ist ein Einwanderungsland und das ist auch gut so. Migration bringt Chancen für das ganze Land und stellt eine wirtschaftliche Notwendigkeit dar. Unsere Bereitschaft Geflüchteten Zuflucht zu bieten und sich für Verfolgte einzusetzen, zeichnet uns aus.

Die aktuellen Herausforderungen der Flüchtlingskrise sind nicht geringer als sie im Jahr 2015 und 2016 waren. Täglich erreichen Geflüchtete aus der Ukraine, aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika die europäische Grenze. Darunter vermehrt auch Klimaflüchtlinge. Die Fluchtgründe sind unterschiedlich, Kriege und Klimakatastrophen, politische Verfolgung, Jobsuche und Armut. Anders als 2015 ist der politische und der gesellschaftliche Ton mittlerweile rauer. Viele Staaten innerhalb und außerhalb der EU vermissen die europäische Solidarität für eine gerechtere Verteilung. Die Kommunen in Deutschland sehen sich in der Unterbringung der Geflüchteten oftmals allein gelassen. Damit Deutschland ein Land bleibt, in dem Migration wieder positiv gesehen wird, müssen wir über neue Formen der Integration und eine gerechte Verteilung dieser Herausforderung diskutieren!

Liebe Genossinnen und Genossen,

die modularen Unterkünfte für Geflüchtete in Buch werden in diesem Jahr zum Teil 10 Jahre alt. Was als Provisorium in großer Notlage gedacht war, erscheint 2025 vielen als überholt und ist für viele Anwohner belastend und problematisch. Oftmals sind auch die Lebensbedingungen für die Geflüchteten über einen so langen Zeitraum zermürbend und sind mitunter Ursache für gewaltsam ausgetragene Konflikte.

Aktuell erleben wir in Deutschland eine Diskussion über „irreguläre Migration“, deren Begrenzung und die Zurückweisung zumindest straffällig gewordener Menschen. Unabhängig davon, wie man sich zu diesen Themen genau positioniert, liegt es auf der Hand, dass wir eine Verpflichtung haben, Menschen in Not zu helfen, und ein großes Interesse haben sollten, die hier lebenden Menschen bestmöglich zu integrieren. Dies ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam geschultert werden kann.

Wir wollen im Rahmen der Pankower Gespräche als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit Menschen der Pankower Stadtgesellschaft ins Gespräch kommen, dazu lernen, besser verstehen, kontrovers diskutieren.

Viele Menschen in Pankow engagieren sich seit Jahren für die Integration geflüchteter Menschen. Sie kennen die Herausforderungen, die einer gelingenden Integration Geflüchteter im Wege stehen können.

Als SPD-Pankow wollen wir über die Rahmenbedingungen sprechen: Wie kann Integration gut oder besser gelingen? Wie können wir Hindernisse aus dem Weg räumen oder zumindest kleiner erscheinen lassen?

So bietet der Berliner Wohnungsmarkt wenig Perspektive auf eine dauerhafte eigene Wohnung. Was für Einheimische bereits herausfordernd ist, lässt sich ohne Deutschkenntnisse und ohne Kontakte noch schwerer meistern.

Bürokratie und Stellenabbau in der Integrationshilfe stellen ein großes Hindernis in der Inanspruchnahme von Hilfsleistungen dar. Wie lässt sich unter den Vorgaben knapper Kassen mehr Output generieren?

Eine besonders große Hürde für eine gelingende Integration stellt die fehlende Anerkennung von Ausbildung und Studium dar. Viele Geflüchtete bringen Know-How mit, das in Mangelberufen in Berlin dringend gebraucht wird. Die Anerkennung und die Förderung durch Fortbildung verlaufen jedoch häufig schleppend.

Die unbefriedigende Unterbringungssituation in zu großen Unterkünften in Berlin erweist sich auch als Handicap. Integration braucht Vernetzung. Integration braucht Akzeptanz. Wir sehen aber, dass die starke dauerhafte Konzentration von Geflüchteten auf bestimmte Stadtteile das Gegenteil von Akzeptanz bewirkt.

Lasst uns über diese ohne weitere Herausforderungen ins Gespräch kommen und überlegen, wie wir Integration zu einem Gewinn für alle machen können!

Um möglichst viele Perspektiven abzudecken, haben wir viele Aktive aus der Stadtgesellschaft mit dem Schwerpunkt Pankow-Nord eingeladen. Mit uns diskutieren u. a.:

Christoph Möller (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin Nord)

Dr. Ulrich Scheller (Geschäftsführer Campus Berlin-Buch)

Mohammed El Ouahhabi (Landessportbund/ Integrationsbeirat Pankow)

Madeleine Kardas (Leiterin der Kindergärten Nordost)

Beate Wirsing (Leiterin Familienzentrum Buch)

Elke Heller (Leiterin Stadtteilzentrum Buch)

Claudia Walther (Bertelsmann Stiftung)

Wir laden Euch zu den Pankower Gesprächen der SPD-Pankow am 06.03.2025 um 17.00 Uhr im Ristorante Il Castello (Karower Str. 1, 13125 Berlin) ein.

Lieben Grußes

Till Graßmann, Vorsitzender SPD Pankow-Heinersdorf und Blankenburg

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